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Die Seidenstraße führt nach Bremen

Seit nun mehr 64 Jahren ist das Ende einer langen Reise für Ballen und Rollen schönster Seiden Barth & Könenkamp Seiden GmbH & Co. KG. Als Schiffsladung oder als Luftfracht, die Qualitäten erreichen die Hansestadt längst nicht mehr auf dem Landweg der Seidenstraße.

Die heiße Tasse Tee der Konkubine

Um die Erfindung oder besser gesagt die Entdeckung der Seide ranken sich viele Geschichten und Legenden.

Ein hübscher – wie auch durchaus vorstellbarer – Mythos lautet so: Etwa 2560 v. Chr. begab sich Lei Zu, die Konkubine des „gelben“ Kaisers Huang Di in den Schatten eines Maulbeerbaumes, um dort eine Tasse Tee zu trinken, als plötzlich der Kokon einer Seidenraupe in die heiße Flüssigkeit fiel. Binnen Minuten löste sich aus diesem Kokon ein unendlich langer Seidenfaden.

So könnte sie gewesen sein, die Geburtsstunde des Seidenspinnens. Jedenfalls veranlasste das den Kaiser von da an Seidenraupen zu züchten. Die Herstellung war das bestgehütete Geheimnis des chinesischen Kaiserreichs. Es war bei Todesstrafe verboten, es zu verraten.

Und so gelang es dieses Geheimnis 3000 Jahre lang vor dem Rest der Welt zu verbergen. Bis sich 550 n. Chr. zwei Mönche aus Konstantinopel aufmachten … 

Zwei Mönche – ein Geheimnis

Der Wunsch nach dem edlen Seidenstoff war dem Kaiser Justinian, an dessen Hofe man diesen Stoff viel und gerne trug, durch die römische-persischen Kriege verwehrt. Der Kaiser war schon bereit Schiffe durch den arabischen Meerbusen auslaufen zu lassen, als er von zwei Mönchen hörte, die von ihrer Pilgerreise durch China und den Orient zurückgekehrt, einige Kokons der Seidenraupe heraus geschmuggelt hatten.

Erst dadurch erfuhr man überhaupt, dass die Seide nicht, wie Baumwolle an Bäumen wuchs, sondern durch eine Raupe von Maulbeerblättern gefüttert aus einem Kokon gesponnen wird. 

Sogleich wurde den Mönchen befohlen eine zweite Reise zu unternehmen, um die Eier dieser nützlichen Insekten nach Konstantinopel zu bringen, wo es nicht an Maulbeerbäumen fehlte. Dies geschah im Jahre 565 n.Chr.

In ihren hohlen Wanderstäben verbargen sie eine kleine Menge Eier und brachten sie nach Griechenland, um sie im nächsten Frühling im Mist auszubrüten. Die Seidenraupen vermehrten sich schnell, sodass bald in Konstantinopel, Athen, Korinth und Theben Seidenmanufakturen entstanden. Von da aus kam die Seidenproduktion in Gang: zuerst in Italien, dann über Spanien bis nach Frankreich. 

Auch Friedrich der Große wollte den Seidenanbau in Deutschland etablieren. Es war ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen, da sich weder das Klima eignete, noch die intensive Bewirtschaftung Anhänger fand.